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Thema: Zusammenleben mit Nicht-Veganer

  1. #1
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    Frage Zusammenleben mit Nicht-Veganer

    Hallo an alle :)

    ich hab mich hier angemeldet, weil es hier bestimmt viele gibt, die mit Nicht-Veganern zusammen leben?
    Ich bin nämlich erst mit meinem Freund zusammengezogen und wissen wir noch nicht, wie wir das mit dem Einkaufen und so machen.
    Wie macht ihr das? Kauft jeder seins ein oder habt ihr Haushaltskassen, mit der alles bezahlt wird?
    Getrennte Einkäufe find ich eigentlich echt total dämlich und aufwendig, aber ich hab auch keine Lust seine Wurscht und seinen Käse zu zahlen...

    Grüße Lisa

  2. #2
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    vegan
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    Hallo Lisa,

    schade, dass du bis jetzt noch keine Antwort bekommen hast.
    Ich (m) bin auch in einer Beziehung mit einer Nicht-Veganerin.
    Du hast schon Recht, dass jeder für sich selbst einkauft ist keine richtige Lösung, sofern es kein monatlicher Vorratseinkauf oder sowas in der Art ist.
    Bei uns ist es so, dass ich auch öfter mal was für sie einkaufe.
    Im Moment habndelt es sich hierbei jedoch nur um vegetarische Lebensmittel. Das Geld gibt es danach direkt zurück, wobei wer es zahlt bei mir persönlich nicht so der große Faktor ist. Meine Wut konzentriert sich dann eher auf den Konsum Vor der Frage, ob ich auch Fleisch oder Fisch einkaufen würde stehe ich jetzt auch. Zum Glück nimmt meine Freundin darauf Rücksicht, jedoch wird die Forderung kommen und ich würde es auch eher Ablehnen dem nachzugeben.
    Natürlich kann man sagen: "Er würde es sowieso Essen/Kaufen, also macht es keinen Unterschied", jedoch sollte ein Partner dem Anderen dieses Unbehagen nicht antun. Wenn meine Beziehung davon abhängen würde, dass ich das Fleisch für meine Partnerin einkaufe, dann würde ich es machen. Allerdings würde ich bis zum äußersten versuchen meine Partnerin dahingehend zu empathisieren, dass sie mir zu liebe Fleisch selber kauft. Im Notfall kann man natürlich trotzdem eine Ausnahme machen, jedoch denke ich, dass es wichtig für die Beziehung ist, dass der Nicht-Veganer aufgrund des Wissens, was es für Veganer bedeutet, sein Fleisch selbst kauft.
    Bei vegetarischen Produkten bin ich im Moment toleranter, wobei mir natürlich klar ist, dass vegetarische Produkte auch keinen großen Unterschied machen.
    Sofern ich nicht ausführlich genug war, kannst Du ja gerne noch weitere Fragen stellen :)

    Gruß,

    Anthony

  3. #3
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    vegan
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    Hey Anthony,

    danke für deine Antwort :) Wir haben uns jetz entschlossen, eine Haushaltskasse zu machen. Ich hab für ihn jetzt auch schon Milchprodukte mit eingekauft... ich finds jetzt nicht super toll, aber ok. Beim Fleisch hätt ich da schon auch eher ein Problem... (wobei ich für meine Katzen auch ab und zu mal ein paar Brocken Bio Rinder Gulasch kaufe:D)
    Dann hatten wir letzte Woche das erste mal, dass wir uns Burger gemacht haben, und er hat sich da natürlich Fleischpatties gemacht. Dann kam die "Problematik" Pfanne auf. Ich hab mir erst eine neue gekauft (meine alten hab ich beim Umzug entsorgt weil ich irgendwie eine Pfannenzerstörerin bin.........) und eine ganz alte hatte ich noch. Die musste er dann nehmen weil ich echt nicht will, dass er meine neue für Fleisch nutzt Das fand er total übertrieben, ich aber nicht? Wie macht ihr das? Und als er dann diese Patties gebraten hat bin ich fluchtartig raus aus der Küche, weil ich zum ersten Mal seit langem wieder diesen Geruch gerochen hab und das war ja sowas von widerlich? Das war echt pervers :O Puh also daran muss ich mich echt noch gewöhnen...
    Ich hoffe einfach auf den Tag, an dem er es nicht mehr schafft, die Augen vor dem Tierleid zu verschließen.

    Grüße Lisa

  4. #4
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    Hey Lisa,

    das Problem wird natürlich immer sein, dass Du in seiner Handlung Fleisch zu essen siehst, dass er aktiv Tierquälerei, die Umweltzerstörung, Hungersnot und vieles mehr unterstütz. Er hingegen denkt nicht in diese Richtung. Deshalb wird er vieles übertrieben finden, wozu Dich Deine Prinzipien zwingen und seine Handlungen Dich emotional belasten. Wichtig hierbei ist, dass Ihr nicht dem Anderen das Gefühl gebt, er sei der böse Mensch. Jeder geht quasi seinen Weg zum Veganen selber. Das Gefühl aber als nicht Veganer verachtet zu werden, sorgt dafür dass man gar kein Interesse hat, nachzugeben in diese Richtung.
    Versuch es nicht so zu sehen, dass er keine Empathie für Tiere und Umweltschutz hat. Versuch es so zu sehen, dass aktuell nicht bereit ist diesen Weg zu gehen.

    Er liebt Dich und vielleicht bewundert er auch insgeheim deine Konsequenz bei dem Veganen. Versuch die gegenseitige EMpathie zu fördern. Die Regelung mit der Haushaltskasse ist ja bereits ein Zeichen, dass er Dir entgegenkommen will und will, dass Du dich wohlfühlst.

    Mit der Pfanne verstehe ich als Veganer natürlich Deine Position. Ich finde es eine gute Idee, vorallem bei Fleisch, eine andere Pfanne zu benutzen. Ich denke auch, dass Du dieses Verständnis fordern kannst von Deinem Freund. Natürlich ist es umso schwerer für ihn das zu akzeptieren, wenn er die alte Pfanne bekommt. Weil er sich dann natürlich denkt, warum muss ich nachgeben hier. Ich würde mir eine neue Pfanne holen für Ihn. Dann freut er sich über Deine Geste, dass er die ganz neue bekommt und ist im Gegenzug bereit auch Dir entgegen zu kommen.

    Wegen dem Fleischanbraten, versuch ihn einfach dahingehend zu sensibilisieren, dass er alle Fenster und den Abzug anmacht, wenn er Fleisch brät. Selbst einige Fleischesser mögen diesen Geruch nicht. Versuch aber vorwurfsvoll zu klingen, sondern dass du Dir wünschen würde, dass er hierbei Rücksicht nimmt.
    Sofern Ihr einen Balkon oder Garten habt, kann man natürlich auch darüber nachdenken einen tragbaren Induktionsherd (ca. 40€) zu kaufen, mit dem man dann draußen Fleisch braten kann, aber dies wäre dann wahrscheinlich noch schwerer durchzusetzen.

    Fleisch nicht riechen zu müssen als Veganer wird er denke ich aber auch verstehen, wenn er sich nicht in seiner Position verletzt fühlt.

    James Aspey hat das Thema mit dem Gegenübertreten zu Fleisch Essern auch aufgegriffen. Kannst Dir ja mal bei Youtube ein paar Sachen angucken von ihm.

    Auch wenn es schwer ist, versuch ihm nicht das Gefühl zu geben, dass Du ihn für schlecht hälst. Er wird merken, wie sein Fleischkonsum dich belastet und weil er Dich ja auch glücklich machen will, wird er Dir entgegenkommen. Dies funktioniert aber nur, wenn er das Gefühl hat, er geht aus eigenem Antrieb auf Dich zu. Wenn er das Gefühl hat gezwungen zu werden, wird er sehr langsam bis gar nicht auf Dich zukommen. Wäre also gut, wenn du Ihm keine Pfannen an den Kopf wirfst, sondern versuchst ihn ein bisschen zum nachgeben zu motivieren.

    Also meine Freundin ist gerade Vegetarierin und deshalb habe ich das Problem so nicht. Bei vegetarischen Produkten spüle ich selbst die Pfanne um danach meine Veganen zu machen. Bei Backblechen lasse ich teilweise es zu, dass auf der einen Häfte das nicht vegane ist, sofern sich die Substanz nicht auf meine Hälfte überträgt.
    Ich nehme selbst also keine extra Pfanne, sondern spüle sie vorher. Allerdings mit Fleisch würde ich genauso wie Du eine extra Pfanne nehmen. Wenn meine Freundin fleischt brät, würde ich auch sofort die Küche verlassen. Würde aber versuchen es hinzunehmen und sie nicht böse anmachen. Natürlich nur wenn der Geruch nicht reinzieht. Dann einfach kurz drauf hinweisen und lüften. Eventuell Raumwechsel damit man nicht in dem Mief sitzen muss.

    Grüße,

    Anthony

  5. #5
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    vegan
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    hey Anthony,
    ja ich weiß schon, er ist eigentlich auch ein riesen Tierfreund, hat selber drei Schafe (als "Haustier", also niemals zum schlachten oder so) aber ich weiß ja selber wie es ist, man verschließt nun einfach mal seine Augen und verdrängt die Realität, war bei mir ja genauso früher... Ich geb ihm aber nicht das Gefühl das er deswegen schlechter ist. Ich bin ja schon glücklich, dass er meinen Weg akzeptiert und er bewundert sehr wohl meine "Konsequenz". Wichtig ist einfach dass jeder verständnis für den andern hat. Er mag nur vieles von meinem Essen nicht, is ihm zu viel Gemüse. Wenns mal Sojafleisch gibt, probiert er schon, mag aber nicht alles. Wenn er dann halt was andres möchte, muss er sich das machen, ich würde ihm kein Fleisch zubereiten. Aber das versteht er und macht das dann auch selber. Wobei dass jetzt eben einmal in meinem Monat war, dass er sich Fleisch gemacht hat. Sonst isst ers halt nur auswärts.
    Dass ich für ihn eine Extrapfanne kaufe, is ne gute Idee :D Dass er es doof findet, wenn er die alte kriegt und ich die neue, ist ja auch verständlich eigentlich. Soweit hab ich beim Kauf leider nicht gedacht ;)
    Als er das stinkefleisch gebraten hat, hab ich ihm nicht gesagt warum ich schnell weg bin ;) Abzug war auch an und Balkontür hab ich dann auch auf gemacht, also da achtet er im Normalfall selber auch drauf, er mag selber nicht wenn die ganze Wohnung nach Essen stinkt. An dem Tag wars nur blöd, weil wir den Herd gleichzeitig benutzt haben, ich hab meine Kidneybohnenpatties gemacht und er die andern... da fällt mir ein, einen 2. Pfannenwender brauchen wir auch noch :D ich find selber, dass das doof klingt, aber vom allein wohnen und dann mit einem Fleischesser seine Einrichtung teilen is schon ne Umstellung:D

    Danke für den Tipp mit James Aspey, werd ich mir mal anschauen.
    Super dass deine Freundin grad Vegetarieren is :)

  6. #6
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    vegetarisch (ovo/lacto)
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    Ich stell mir das schwierig vor. Mein Freund ist Gott sei dank auch Veganer. Eine Gemeinschaftskasse finde ich immer gut. Wer weiß, vielleicht ändert sich das bei deinemFreund ja noch ;) hat bei mir auch funktioniert. Ich habe mich meinem Freund damals oft angepasst, da wir zusammen immer gekocht haben und ich rücksicht nahm. Fleisch habe ich meist dann nur auswärts gegessen. Heute bin ich selbst veganer (erst vegetarier). Ich habe es vorher schon stark reduziert gehabt und oft drüber nachgedacht ob ich verzichten kann. Der Film "Earthlings" gab mir dann den Rest. Seitdem habe ich kein Fleisch mehr gegessen. Und das ist auch gut so!

  7. #7
    Benutzer Avatar von xBrendonxVegfit
    vegan
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    bei mir kam dieses Thema auch vor, als ich mit meiner besten Freundin zusammengelebt habe. Eigentlich wollten wir auch eine gemeinsame Kasse haben, aber das hat einfach nicht geklappt. Nach einer Weile haben wir schon so "pi mal Daumen" jeder für sich und gemeinsames eingekauft. Also wenn ich mal ihre Paprika gegessen habe, war das kein Problem. Aber wir haben schon eher getrennt eingekauft.

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