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Thema: Vegane Sportschuhe

  1. #1
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    vegan
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    Vegane Sportschuhe

    Hallo Ihr lieben,

    ich bin auf der Suche nach veganen Sportschuhen. In den gängigen Läden ist bei uns nichts zu finden was mich zufrieden stellt. Habt Ihr Tipps oder einen gute online Shop für mich?

    Ich freue mich sehr über jeden Shopping-Tipp.

    Liebe Grüße
    Palina

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Avatar von kite
    vegan
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    Habe selber leider so spontan keinen guten Tipp, da ich immer in lokalen Geschäften gekauft habe. Aber eine Frage hätte ich dazu:
    Was war denn das Problem bei den Sportschuhen, die Du bisher in lokalen Geschäften begutachtet hast?
    Zu wenig bequem?
    Zu wenig gut aussehend?
    Zu wenig vegan?

  3. #3
    Erfahrener Benutzer Avatar von Liebelein
    vegan
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    Das Problem bei den Sportschuhen ist (wie bei allen Schuhen) der nicht-vegane Kleber, denn lederfreie Schuhe sind ja durchaus zu kriegen. Ich will ganz ehrlich sein: Beim Schuhkauf achte ich auf Lederfreiheit. Aber ich frage nicht nach dem Kleber. Die Verkäufer vor Ort haben da ohnehin keinen Schimmer. Aber im Geschäft diverse Schuhe anprobieren, nach Hause fahren, Produktanfragen schreiben, auf Antworten warten (das kann dauern), dann erst wieder ins Geschäft und Schuhe kaufen... das schaffe ich nicht.
    Das wäre aber der Weg, denn speziell als vegan ausgezeichnete Sportschuhe habe ich auch noch nie gesehen.

  4. #4
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    vegan
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    Interessantes Thema!

    Ich kann dir leider auch keine Läden nennen, die vegane Schuhe im Sortiment haben. Man findet natürlich einiges übers Internet, wie z.B. vegane Schuhe - avesu

    Ich finde die Auswahl ist dort recht Groß, günstig fand ich es nicht unbedingt aber ich kenne mich da auch nicht so aus. Ich habe noch nie vegane Schuhe gekauft.
    Daher hoffe ich, jemand hat noch einen guten Tipp :)

  5. #5
    Erfahrener Benutzer Avatar von kite
    vegan
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    Zitat Zitat von Liebelein Beitrag anzeigen
    Das Problem bei den Sportschuhen ist (wie bei allen Schuhen) der nicht-vegane Kleber
    Aufgrund der bei Sporschuhen üblichen Materialien hätte ich jetzt bei solchen Schuhen keinen Knochenleim- oder Casein-basierten Kleber erwartet, sondern - je nach verwendetem Kunststoff - eigentlich nur Kleber auf Basis von Neopren, Polyurethan, gelöstem Polyvenylchlorid, Silikon, Kunstharzen, Acrylaten, u.s.w.
    Mir sind nämlich keine tierisch-organischen Kleber beklannt, die sich für die Verklebung von Kunststoffen, wie sie bei Sportschuhen verwendet werden, gut eignen.

    Ich muss aber zugeben: Wirklich WISSEN tu' ich es nicht.

    Wie auch immer.

    Ich achte nicht mit letzter Kraft darauf, dass alles bis zum letzten Atom eines Produkts aus nicht-tierischer Herkunft ist, sondern nur darauf, dass es im Rahmen normaler Wahlmöglichkeiten bestmöglich Tierleidfrei ist.

    Da mir durchaus bewusst ist, dass es auch bei sogenannten "veganen" Produkten unterschiedliches Maß an "Leidfreiheit" gibt, sehe ich meinen Handlungsbedarf verstärkt an anderen Fronten.
    Wenn Schuhe frei von Tierhaut sind, dann ist mein Anspruch an "Tierproduktfreiheit" im Wesentlichen erfüllt.

    Ein schwierigeres Thema sind für mich die "normalen Alltags-Schuhe". Da ist das alles etwas problematischer, insbesondere wenn man Kunstleder ebenso vermeiden möchte wie Leder.
    Geändert von kite (23.12.2014 um 13:55 Uhr)

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  7. #6
    Erfahrener Benutzer Avatar von Liebelein
    vegan
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    Im Runner's Point habe ich mal nachgefragt und die konnten mir kein einziges Paar veganer Schuhe anbieten. Der Kleber ist bei diesen Schuhen auf Knochenleimbasis. Soweit ich weiß, trifft das auf viele Schuhe zu und Sicherheit bringt nur eine PA.
    Vegane Schuhe hab ich mir im Internet mal zur Ansicht bestellt. Aber ganz ehrlich, sie sahen billig aus und ich hatte Sorge, dass sie schnell kaputt sein würden. Hab sie dann zurückgeschickt, denn teuer waren sie ja auch noch.
    Daher halte ich es bei Schuhen wie kite: Ich achte darauf, dass sie lederfrei sind. Das kann man ganz leicht selbst feststellen, da nämlich in jedem Schuh steht, woraus Obermaterial, Innensohle und Decksohle bestehen.

    Was zieht man denn an die Füße, wenn man auch Kunstleder vermeiden möchte? Im Sommer gehen vielleicht Leinenschuhe. Und im Winter? Gefütterte Gummistiefel? Und warum kein Kunstleder?

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  9. #7
    Erfahrener Benutzer Avatar von kite
    vegan
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    Zitat Zitat von Liebelein Beitrag anzeigen
    Was zieht man denn an die Füße, wenn man auch Kunstleder vermeiden möchte? Im Sommer gehen vielleicht Leinenschuhe. Und im Winter? Gefütterte Gummistiefel? Und warum kein Kunstleder?
    Kustleder hat aus meiner Sicht 2 Probleme:

    1.) Sieht aus wie Leder, sieht also aus als sei ich durchaus Nutzer von Tierhäuten aus der Nutztierproduktion. Wirkt dann so, als würde ich nur selektiv das Essen von Nutztieren ablehnen, ansonsten aber die Nutzung / Schlachtung / Verwertung solcher Tiere OK finden.

    2.) Falls jemand doch nachfragen sollte, statt einfach anzunehmen dass es wohl Leder ist weil es wie Leder aussieht, dann möchte ich nicht antworten müssen, dass es aus Kunststoff statt aus Leder ist.
    Es kommt dann zu sinnlosen Diskussionen ob es nicht besser sei, lieber Schuhe aus Leder zu benutzen statt Kunstleder aus einem Plastik-Material was super schlecht für die Umwelt sei und für das sooo viele Tiere grausam sterben müssten (Nebenschäden der Öl-Förderung und des Transports von Erdöl).
    Natürlich ist mir bewusst, dass diese kleine Menge Kunstoff völlig irrelevant ist.
    Die Hauptnutzung von Erdölprodukten passiert auch bei mir wie bei den meisten anderen Leuten hierzulande durch das (direkte oer indirekte) Verbrennen gigantischer Mengen Erdöl.
    Ich wohne in einem Mietshaus, das mit Erdöl beheizt wird.
    Das macht pro Jahr schon über 100 Liter Erdöl, für die ich anteilig selbst durch meine Anwesenheit in diesem Mietshaus verantwortlich bin.
    Dass ich so gut wie nie mit dem Auto fahre sondern Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel bin, hilft mir ein bisschen beim Erdöl-Sparen und auch bei der Diskussion mit Omnivoren bezüglich Erdölverbrauch. Aber die Freiheit von Erdöl-Verbrauch und ähnlichem ist auch in meinem Leben nicht ansatzweise gegeben.

    Verglichen damit sind die paar Gramm Kunststoff zusätzlich am Schuh sowieso kein echtes Thema, bei realistischer Betrachtung.
    Aber:
    Sie sind aber ein Aufhänger für Anfeindungen und diese Angriffsfläche möchte ich niemandem bieten, der mich und meinen Lebensstil attakieren möchte.
    Solche Angriffs-Versuche sollen bitte sofort in Leere laufen. Das ist eben auch ein Wunsch, den ich an "vegane Schuhe" habe.
    Pflanzliche Obermaterialien sind mir deshalb wichtig.
    Wenn die Gummmi-Laufsohle dann - genau wie bei meinem Gesprächspartner - aus einem Erdölprodukt sind (Natur-Latex ist nicht so üblich und hat auch wieder seine eigenen ethischen Probleme), stört mich das ungleich weniger. Denn an dieser Stelle habe ich ja dann kein Plastik zusätzlich.

    Das ist der Grund, wieso ich nahezu ganzjährig mit Schuhen aus Leinengewebe unterwegs bin. Auch im Winter.
    Das erfordert allerdings einiges an Aufwand zur Imprägnierung, weil in der Regel die Schuhe dieser Art nicht für den "Winterbetrieb" konzipiert sind. Und es erfordert immer 3-fache Socken, weil es keine gut gefütterten solchen Schuhe gibt.

    Kunstleder-Matsch-Treter sind bei mir nur in Extremsituationen in Gebrauch.
    Es ist mir immer ziemlich unangenehm, Kunstlederschuhe benutzen zu müssen.

    (Gummistiefel wären da auch nicht besser. Im Gegenteil!)

  10. #8
    Erfahrener Benutzer Avatar von Liebelein
    vegan
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    Ganz ehrlich: Was irgendwelche schwachsinnigen Leichenfresser sagen, ist mir egal. Bei ernsthaften Nachfragen zu meinem Schuhwerk antworte ich auch ernsthaft. Wenn es aber nur darum geht, aufzuzeigen, dass 100 % vegan nicht geht und damit der eigene Konsum gerechtfertigt werden soll, dann perlt das an mir ab. Letztlich wissen doch alle, was der Konsum von Tier(leid)produkten in Bezug auf das Leben der Tiere, die Gesundheit der Konsumenten und die Umwelt bedeutet. Der Versuch, bei der veganen Lebensweise "das Haar in der Suppe" zu finden, ist daher nur ein erbärmlicher Versuch, den eigenen Konsum zu rechtfertigen. Wenn es allzu arg wird, sag ich das auch gern einmal laut.

    Neben der Frage nach dem Tierleid und den Umweltauswirkungen des Schuhwerks kann man übrigens auch über das Leben der am Herstellungsprozess beteiligten Menschen einmal genau nachdenken... das macht den Schuhkauf nicht eben einfacher. Da sehen wir alle (auch ich) noch viel zu oft weg.

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  12. #9
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    vegan
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    Zitat Zitat von Liebelein Beitrag anzeigen
    Der Versuch, bei der veganen Lebensweise "das Haar in der Suppe" zu finden, ist daher nur ein erbärmlicher Versuch, den eigenen Konsum zu rechtfertigen.
    Natürlich ist er das. Ganz genau wie Du sagst.

    Ich möchte aber auch, dass es diese Haare in der Suppe so wenig wie möglich gibt, auf die von dem betreffenden Fleischesser mit dem Finger gezeigt werden kann.

    Ist beispielsweise das Obermaterial meiner Schuhe aus Leinengewebe oder Jeans-Stoff, dann wird sich der Allesesser zweimal überlegen, ob er da gerade ein Haar gefunden hat, solange er selbst in einer Hose aus genau so einem Material vor mir steht.

    Ich mag es, wenn ein Fleischesser bei der Suche nach dem "Haar in der Suppe" nicht so leicht fündig wird. Schon mehrfach konnte ich den musternden Blick eines Fleischessers über meinen Körper bis runter zu den Schuhen spüren und fand es gut, dass sein Blick dort auf Leinenschuhe traf, die auch gut als solche erkennbar waren.

    Mir ist klar: Ich bin nicht "100% perfekt vegan" und werde es wohl auch nie werden, egal wie sehr ich mich in diese Richtung anstrengen mag.
    Gleichzeitig finde ich es aber auch gut, wenn die unvermeidbaren Haare in der Suppe meines Lebens möglichst nicht so leicht auffindbar sind.
    An den für andere nicht sichtbaren Haaren in der Suppe kann ich in der Geschwindigkeit arbeiten, zu der ich fähig bin und mache das ja auch.
    Sticheleien von Omis brauche ich dazu nicht als Motivation. An meinen mir bekannten Fehlern selbst arbeiten kann ich auch ohne weitere Hinweise von Allesessern, die sich tierisch darüber freuen, ein Haar in der Suppe zu finden.

    Diese Freude lasse ich den Fleischessern nur sehr ungern.

    Deshalb möchte ich unter anderem, dass meine Schuhe keinesfalls mehr Plastik erkennen lassen, als die Schuhe, die der mich musternde Fleischesser gerade selbst trägt.
    Fühlt sich für mich besser an und das ist mir wichtiger, als dass sich für den Fleischesser das Sticheln gut anfühlt.
    Ja, so egoistisch bin ich eben gegenüber den Fleischfressern.

  13. #10
    Erfahrener Benutzer Avatar von Liebelein
    vegan
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    Wenn sie sich nicht über vermeintliche Lederschuhe aufregen können, dann sagen sie eben, dass vegan doof ist, weil man dann im Winter mit unpraktischen Stoffschuhen rumlaufen und auf richtige Winterstiefel verzichten muss. Dann stehen Veganer wieder als Asketen da, die auf alles verzichten und sich selbst kasteien. Wer etwas zu meckern sucht, der findet auch etwas. Deshalb habe ich mir abgewöhnt, darüber nachzudenken, was ein Fleischesser dazu sagen würde. Ich trage das, was mir gefällt und was ich moralisch vertreten kann. Da ich meine Schuhe über mehrere Jahre trage und nach Möglichkeit vom Schuster reparieren lasse, anstatt sie wegzuwerfen, habe ich auch kein Problem mit Erdöl/Plastik.
    Übrigens finde ich es gut, dass es Schuhe gibt, die nach Leder aussehen, aber nicht aus Tierhäuten sind. Genau so, wie ich es toll finde, dass es Würstchen gibt, die wie Würstchen schmecken, aber rein pflanzlich sind. Das macht den Umstieg leicht und den beschränkt den von vielen gefürchteten Verzicht allenfalls auf die schlechtere Verfügbarkeit (wobei es ja mittlerweile in jedem Discounter auch eine kleine Auswahl veganer Produkte gibt). So werden den Fleischessern zunehmend die gegenargumente genommen.

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